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Hörbuch

Wut umwandeln – vielleicht bist du gar nicht „zu emotional“

Wut_umwandeln

„Jetzt reg dich doch nicht so auf.“

Ein wunderbarer Satz.

Besonders dann, wenn man sich gerade aufregt.

Ich kenne kaum jemanden, der nach diesen Worten denkt:

„Stimmt. Vielen Dank. Meine Wut ist weg.“

Meistens passiert eher das Gegenteil.

Und trotzdem haben gerade viele Frauen irgendwann gelernt, dass Wut ein Gefühl ist, das man besser nicht zu deutlich zeigt.

Sei freundlich.

Bleib ruhig.

Mach keine Szene.

Sei nicht schwierig.

Und irgendwann lächeln wir vielleicht noch höflich, obwohl innerlich längst sämtliche Warnlampen leuchten.

Genau darum geht es in meinem Hörbuch:

Wut umwandeln – Selbstwertgefühl stärken
Deine Emotionen verstehen, regulieren und Grenzen setzen

Denn ich glaube nicht, dass wir unsere Wut einfach loswerden müssen.

Vielleicht sollten wir zuerst einmal verstehen, was sie uns sagen möchte.

Wut ist nicht automatisch etwas Schlechtes

Wir teilen Gefühle gerne in zwei Gruppen ein.

Die guten:

Freude. Liebe. Dankbarkeit. Zufriedenheit.

Und dann die Gefühle, die bitte möglichst schnell wieder verschwinden sollen:

Angst. Neid. Traurigkeit.

Und natürlich Wut.

Aber Gefühle sind keine guten oder schlechten Charaktereigenschaften.

Sie sind Informationen.

Wut kann uns beispielsweise zeigen:

Hier wurde eine Grenze überschritten.

Das empfinde ich als unfair.

So möchte ich nicht behandelt werden.

Ich habe viel zu lange geschwiegen.

Das Problem ist deshalb nicht automatisch die Wut.

Entscheidend ist, was wir mit ihr machen.

„Ist schon okay.“

Nein.

Manchmal ist es eben nicht okay.

Trotzdem sagen wir diesen Satz erstaunlich häufig.

Jemand macht eine verletzende Bemerkung.

„Ist schon okay.“

Jemand hält sich zum dritten Mal nicht an eine Vereinbarung.

„Kein Problem.“

Jemand erwartet selbstverständlich, dass wir wieder einspringen.

„Mache ich.“

Und innerlich?

Da sammelt sich etwas.

Ein bisschen Ärger hier.

Eine kleine Enttäuschung dort.

Noch eine Grenzüberschreitung.

Noch einmal geschluckt.

Bis irgendwann eine völlig harmlose Kleinigkeit passiert und wir explodieren.

Und alle fragen:

„Was ist denn jetzt plötzlich mit dir los?“

Die ehrliche Antwort wäre vielleicht:

Gar nichts plötzlich.

Das Problem hat nur schon vor Monaten angefangen.

Vielleicht bist du nicht zu wütend – vielleicht hast du zu lange geschwiegen

Diesen Gedanken finde ich wichtig.

Natürlich gibt es Situationen, in denen unsere Reaktion unverhältnismäßig sein kann.

Dann lohnt es sich, hinzuschauen.

Aber manchmal versuchen wir so sehr, unsere Wut zu kontrollieren, dass wir die eigentliche Botschaft dahinter übersehen.

Warum macht mich das so wütend?

Was genau hat mich verletzt?

Was hätte ich gebraucht?

Welche Grenze wurde überschritten?

Und warum habe ich nichts gesagt?

Wut kann unangenehm sein.

Aber sie kann auch unglaublich ehrlich sein.

Zwischen Gefühl und Handlung liegt ein Unterschied

Du darfst wütend sein.

Das bedeutet nicht, dass du alles tun darfst, was dir in diesem Moment durch den Kopf geht.

Das ist ein wichtiger Unterschied.

Ein Gefühl darf da sein.

Eine Handlung können wir wählen.

Vielleicht möchtest du gerade eine Nachricht schreiben, die mit Sicherheit Eindruck hinterlassen würde.

Schreib sie.

Aber schick sie vielleicht noch nicht ab. 😉

Manchmal sind zehn Minuten Abstand hilfreich.

Manchmal eine Nacht.

Atmen.

Spazieren.

Bewegen.

Aufschreiben, was gerade in dir passiert.

Nicht um deine Wut wegzudrücken.

Sondern damit du wieder entscheidest, was als Nächstes passiert – und nicht deine Wut.

Das ist für mich emotionale Stärke.

Wut und Selbstwert hängen enger zusammen, als wir denken

Wenn du deinen eigenen Wert kennst, verändert sich etwas.

Du merkst schneller, wenn jemand deine Grenzen missachtet.

Du musst nicht jede Kritik persönlich nehmen.

Du brauchst nicht bei jedem Konflikt die Bestätigung des anderen.

Und du kannst sagen:

„So möchte ich nicht behandelt werden.“

Ohne anschließend drei Stunden darüber nachzudenken, ob du jetzt ein schlechter Mensch bist.

Selbstwert bedeutet nicht:

Ich bin wichtiger als alle anderen.

Sondern:

Ich bin genauso wichtig wie die anderen.

Meine Bedürfnisse zählen.

Meine Gefühle zählen.

Meine Grenzen zählen.

Ein Nein kann unglaublich viel Wut verhindern

Manchmal sind wir nicht nur auf andere wütend.

Wir sind auf uns selbst wütend.

Weil wir wieder Ja gesagt haben.

Weil wir uns nicht gewehrt haben.

Weil wir etwas zugelassen haben, obwohl wir genau gespürt haben, dass wir es nicht wollten.

Das kenne ich als einen der schmerzhaftesten Teile von Wut:

„Warum habe ich nichts gesagt?“

Die gute Nachricht ist:

Du kannst es beim nächsten Mal anders machen.

Grenzen müssen nicht laut sein.

Du musst nicht schreien.

Du musst niemanden beleidigen.

Manchmal reichen ganz ruhige Sätze:

„Nein, das möchte ich nicht.“

„So möchte ich nicht mit mir reden lassen.“

„Das funktioniert für mich nicht.“

Das ist keine Aggression.

Das ist Klarheit.

Du musst nicht immer die Vernünftige sein

Vielleicht kennst du diese Rolle.

Du bist diejenige, die Verständnis hat.

Die vermittelt.

Die nachgibt.

Die zuerst wieder anruft.

Die versucht, beide Seiten zu verstehen.

Das kann eine wunderbare Eigenschaft sein.

Aber Verständnis für andere Menschen darf nicht bedeuten, dass du dich selbst ständig übergehst.

Du darfst enttäuscht sein.

Du darfst sagen, dass etwas unfair war.

Du darfst einen Konflikt aushalten.

Und du musst nicht jedes Problem sofort harmonisch auflösen.

Manchmal ist Harmonie nämlich gar keine Harmonie.

Manchmal schweigt einfach nur eine Person.

Was steckt unter deiner Wut?

Das ist eine spannende Frage.

Denn manchmal liegt unter der Wut noch etwas anderes.

Enttäuschung.

Angst.

Hilflosigkeit.

Traurigkeit.

Das Gefühl, nicht gesehen zu werden.

Oder die Erfahrung, immer wieder übergangen zu werden.

Wenn wir nur versuchen, die Wut möglichst schnell loszuwerden, erreichen wir diese Ebene vielleicht nie.

Deshalb lohnt es sich, neugierig auf die eigenen Gefühle zu werden.

Nicht:

„Was stimmt nicht mit mir?“

Sondern:

„Warum fühle ich gerade so?“

Das ist ein völlig anderer Blick auf uns selbst.

Aus Wut kann Veränderung entstehen

Wut besitzt Energie.

Und diese Energie können wir nutzen.

Vielleicht bringt sie dich dazu, endlich ein Gespräch zu führen.

Eine Grenze zu setzen.

Eine ungerechte Situation zu verändern.

Eine Entscheidung zu treffen.

Oder eine Beziehung zu dir selbst neu zu gestalten.

Dann wird aus:

„Ich halte das nicht mehr aus.“

Irgendwann:

„Ich werde etwas verändern.“

Das ist die Art von Wut, die ich spannend finde.

Nicht zerstörerisch.

Sondern klar.

Du musst deine Gefühle nicht besiegen

Vielleicht ist genau das die wichtigste Botschaft meines Hörbuchs.

Wir müssen nicht gegen uns selbst kämpfen.

Nicht gegen unsere Traurigkeit.

Nicht gegen unsere Angst.

Und auch nicht gegen unsere Wut.

Wir dürfen lernen, unsere Gefühle wahrzunehmen, zu verstehen und bewusst mit ihnen umzugehen.

Mein Hörbuch Wut umwandeln – Selbstwertgefühl stärken möchte dich genau dabei begleiten: deine Emotionen besser zu verstehen, sie zu regulieren, deinen Selbstwert zu stärken und klarere Grenzen zu setzen.

Nicht damit du nie wieder wütend wirst.

Das wäre vermutlich weder möglich noch besonders sinnvoll.

Sondern damit du irgendwann sagen kannst:

„Ich weiß, warum ich wütend bin. Und ich entscheide, was ich daraus mache.“

„Wut umwandeln – Selbstwertgefühl stärken“ von Miranda Frei ist jetzt als Hörbuch erhältlich, unter anderem bei Apple Books.

Vielleicht musst du deine Wut also gar nicht zum Schweigen bringen.

Vielleicht solltest du ihr einmal zuhören.

Nicht jede Wut hat recht.

Aber manche hat eine verdammt wichtige Nachricht für dich. ❤️‍🔥

Alles Liebe

Miranda Frei

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