Den Trennungsschmerz überwinden: Es gibt da diesen merkwürdigen Moment nach einer Trennung.
Die Beziehung ist vorbei.
Aber dein Alltag hat es noch nicht verstanden.
Da steht vielleicht noch seine Tasse.
Auf dem Handy findest du Fotos.
Ein Lied läuft, das plötzlich nicht mehr einfach nur ein Lied ist.
Und morgens gibt es manchmal diese wenigen Sekunden nach dem Aufwachen, in denen alles normal scheint.
Bis du dich erinnerst.
Es ist wirklich vorbei.
Trennungsschmerz kann sich unglaublich körperlich anfühlen.
Dieses Ziehen im Bauch.
Die Unruhe.
Der fehlende Appetit.
Oder genau das Gegenteil.
Die Nächte, in denen dein Kopf beschlossen hat, eure komplette Beziehung noch einmal chronologisch auszuwerten.
Mit Sonderkapitel:
„Was wäre gewesen, wenn ich damals …?“
Genau darum geht es in meinem Hörbuch:
„Ganz bei mir: Wege aus dem Trennungsschmerz“
Selbstwertgefühl steigern und nach der Trennung Vertrauen finden
Denn eine Trennung bedeutet nicht nur, einen Menschen loszulassen.
Manchmal müssen wir danach erst wieder herausfinden:
Wer bin ich eigentlich ohne diese Beziehung?
Warum tut eine Trennung so weh?
Trennungsschmerz entsteht nicht nur durch den Verlust eines Partners, sondern häufig auch durch den Verlust von Nähe, Gewohnheiten, gemeinsamen Zukunftsvorstellungen und emotionaler Sicherheit.
Du verlierst nicht nur einen Menschen.
Vielleicht verlierst du auch den gemeinsamen Sonntagmorgen.
Die Nachricht zwischendurch.
Die Person, der du abends erzählen wolltest, was vorgefallen ist.
Vielleicht sogar Pläne für eine Zukunft, die in deinem Kopf bereits ziemlich real war.
Eine Wohnung.
Eine Reise.
Eine Familie.
Ein gemeinsames Älterwerden.
Und plötzlich existiert diese Zukunft nicht mehr.
Natürlich tut das weh.
Wie lange dauert Trennungsschmerz?
Darauf hätte ich gerne eine schöne, klare Antwort.
Drei Wochen und vier Tage.
Danach wachst du morgens auf und bist geheilt.
Leider funktioniert unser Herz nicht nach Kalender.
Wie lange Liebeskummer nach einer Trennung dauert, ist individuell und hängt unter anderem von der Bedeutung und Dauer der Beziehung, der Art der Trennung und der persönlichen Lebenssituation ab.
Manche Menschen fühlen sich nach wenigen Wochen deutlich besser.
Andere brauchen Monate oder länger.
Bitte mach daraus keinen Wettbewerb.
Du bist nicht schwach, weil du jemanden noch vermisst.
Und du bist nicht herzlos, wenn du schneller loslassen kannst als erwartet.
Menschen verarbeiten Verluste unterschiedlich.
Du darfst jemanden vermissen und trotzdem wissen, dass die Trennung richtig war
Diese beiden Gefühle können gleichzeitig existieren.
Das vergessen wir manchmal.
Du vermisst ihn.
Also denkst du:
Vielleicht war die Trennung ein Fehler.
Aber vermissen bedeutet zunächst einmal:
Dieser Mensch war mir wichtig.
Mehr nicht.
Du kannst jemanden vermissen, der dir nicht gutgetan hat.
Du kannst schöne Erinnerungen an eine Beziehung haben, die trotzdem nicht funktioniert hat.
Du kannst einen Menschen lieben und gleichzeitig erkennen:
Wir passen nicht zusammen.
Gefühle müssen nicht logisch sein.
Das macht sie manchmal anstrengend.
Aber auch sehr menschlich.
Warum denke ich ständig an meinen Ex?
Nach einer Trennung verschwinden gemeinsame Gewohnheiten nicht über Nacht.
Vielleicht hast du jahrelang morgens eine Nachricht bekommen.
Jetzt greifst du automatisch zum Handy.
Vielleicht habt ihr jeden Freitag zusammen gegessen.
Und plötzlich fühlt sich Freitagabend leer an.
Dein Gehirn kennt diese Routinen noch.
Deshalb bedeutet der Gedanke an deinen Ex nicht automatisch, dass du zurückmusst.
Manchmal bedeutet er einfach:
Da war lange jemand. Und jetzt ist dort eine Lücke.
Diese Lücke braucht Zeit, um sich mit neuen Erfahrungen zu füllen.
Soll ich nach der Trennung den Kontakt abbrechen?
Darauf gibt es keine Antwort, die für jede Beziehung passt.
Wenn Kinder, gemeinsames Eigentum oder andere Verpflichtungen bestehen, ist vollständiger Kontaktabbruch vielleicht ohnehin nicht möglich.
In anderen Situationen kann vorübergehende Distanz hilfreich sein.
Denn jeden Tag:
„Wie geht es dir?“
„Was machst du gerade?“
„Schlaf gut.“
zu schreiben, während man gleichzeitig versucht, eine Beziehung loszulassen, kann ziemlich verwirrend werden.
Frag dich deshalb weniger:
„Was macht man nach einer Trennung?“
Und mehr:
„Welche Form von Kontakt hilft mir gerade wirklich?“
Manchmal ist Abstand keine Bestrafung des anderen.
Sondern Schutz für dich.
Und dann ist da Social Media …
Früher konnte ein Expartner verschwinden.
Heute kannst du um 23:48 Uhr herausfinden, dass er vor 17 Minuten irgendwo Pizza gegessen hat.
Ob diese Information deinem Heilungsprozess hilft?
Vermutlich eher nicht. 😉
Dann kommt vielleicht noch:
Wer hat das Foto gemacht?
Wer sitzt ihm gegenüber?
Warum sieht er so glücklich aus?
Hat er mich überhaupt vermisst?
Und schon bist du mitten in einer Geschichte, deren tatsächlichen Inhalt du gar nicht kennst.
Du darfst stummschalten.
Entfolgen.
Oder blockieren, wenn es für dich notwendig ist.
Nicht aus Drama.
Sondern weil du nicht verpflichtet bist, den Alltag eines Menschen digital weiterzuverfolgen, während du versuchst, emotional Abstand zu gewinnen.
Selbstwert nach einer Trennung: War ich nicht gut genug?
Diese Frage kann brutal sein.
Besonders wenn der andere die Beziehung beendet hat.
Warum wollte er mich nicht mehr?
Was stimmt mit mir nicht?
War ich nicht attraktiv genug?
Nicht interessant genug?
Nicht liebevoll genug?
Vielleicht beginnt dann eine innere Fehlersuche.
Aber das Ende einer Beziehung ist kein objektives Urteil über deinen Wert.
Dass eine Beziehung nicht funktioniert hat, bedeutet nicht, dass du als Mensch nicht genug bist.
Beziehungen können aus unglaublich vielen Gründen enden.
Menschen verändern sich.
Bedürfnisse verändern sich.
Lebenswege gehen auseinander.
Manchmal wurde Vertrauen verletzt.
Manchmal passt es schlicht nicht mehr.
Du darfst aus einer Beziehung lernen.
Aber bitte verwandle eine Trennung nicht automatisch in ein Urteil über dich selbst.
Selbstwertgefühl nach einer Trennung wieder aufbauen
Vielleicht hast du während der Beziehung viel in ein „Wir“ investiert.
Das ist normal.
Nach einer Trennung darf deshalb langsam wieder ein anderes Wort wichtiger werden:
Ich.
Was mag ich?
Was möchte ich?
Welche Menschen möchte ich häufiger sehen?
Was habe ich während der Beziehung vielleicht vernachlässigt?
Welche Pläne gehören nur mir?
Dabei geht es nicht darum, sofort eine völlig neue Frau zu werden.
Du musst nach einer Trennung nicht plötzlich Marathon laufen, nach Bali fliegen und ein Unternehmen gründen.
Es reicht vielleicht zunächst:
Wieder gut für dich zu sorgen.
Eine kleine Übung für deinen Selbstwert
Nimm ein Blatt Papier.
Schreib drei Überschriften:
Was habe ich in dieser Beziehung gegeben?
Vielleicht Liebe, Geduld, Humor, Loyalität, Unterstützung.
Was habe ich über mich gelernt?
Was brauchst du in einer Beziehung?
Was möchtest du künftig anders machen?
Was gehört weiterhin zu mir?
Deine Fähigkeiten.
Deine Freunde.
Deine Interessen.
Deine Träume.
Dein Humor.
Deine Werte.
Deine Zukunft.
Denn nach einer Trennung fühlt es sich manchmal an, als hätten wir einen Teil von uns verloren.
Diese Übung erinnert dich daran:
Sehr viel von dir ist noch da.
Hör auf, nur die schönsten Momente zurückzuholen
Unser Gedächtnis ist manchmal ein hervorragender Cutter.
Es produziert nach einer Trennung gerne einen romantischen Best-of-Film.
Der Urlaub.
Der erste Kuss.
Das gemeinsame Lachen.
Der schöne Sonntag.
Merkwürdigerweise fehlen darin gelegentlich die Szenen, in denen du nachts geweint hast oder zum hundertsten Mal derselbe Streit stattfand.
Wenn du merkst, dass du die Beziehung plötzlich idealisierst, erinnere dich deshalb an das gesamte Bild.
Nicht um alles Schöne schlechtzumachen.
Sondern um ehrlich zu bleiben.
Loslassen bedeutet nicht vergessen
Ich mag den Satz:
„Du musst ihn einfach vergessen“
Überhaupt nicht.
Menschen sind keine alten Passwörter.
Wir löschen sie nicht aus unserem Gedächtnis.
Loslassen kann etwas anderes bedeuten.
Du erinnerst dich.
Aber die Erinnerung bestimmt nicht mehr deinen Tag.
Du kannst an diesen Menschen denken, ohne sofort zurückzuwollen.
Du akzeptierst, dass diese Beziehung Teil deiner Geschichte war.
Aber nicht zwingend Teil deiner Zukunft sein muss.
Wie kann ich nach einer Trennung wieder Vertrauen finden?
Vielleicht wurde dein Vertrauen verletzt.
Vielleicht gab es Lügen.
Untreue.
Enttäuschungen.
Oder die Trennung kam völlig überraschend.
Dann kann eine neue Beziehung Angst machen.
Was, wenn es wieder passiert?
Was, wenn ich wieder verletzt werde?
Absolute Sicherheit gibt es in Beziehungen leider nicht.
Liebe beinhaltet immer ein gewisses Risiko.
Aber Vertrauen bedeutet nicht:
„Dieser Mensch wird mich garantiert niemals verletzen.“
Vielleicht beginnt Vertrauen irgendwann eher mit:
„Ich vertraue mir selbst genug, dass ich mit dem umgehen kann, was passiert.“
Das verändert viel.
Denn dann liegt deine Sicherheit nicht ausschließlich in den Händen eines anderen Menschen.
Du musst nicht sofort wieder daten
„Du musst einfach jemand Neues kennenlernen.“
Nein.
Musst du nicht.
Ein neuer Mensch ist kein Medikament gegen Liebeskummer.
Vielleicht möchtest du bald wieder daten.
Wunderbar.
Vielleicht möchtest du monatelang niemanden kennenlernen.
Auch wunderbar.
Nimm dir die Zeit, die du brauchst.
Denn manchmal ist die wichtigste Beziehung nach einer Trennung zunächst die Beziehung zu dir selbst.
Woran merke ich, dass ich die Trennung langsam verarbeitet habe?
Vielleicht nicht an einem großen Moment.
Vielleicht passiert es ganz leise.
Du wachst morgens auf und er ist nicht dein erster Gedanke.
Ein Lied läuft – und du kannst es wieder einfach hören.
Du siehst ein altes Foto und dein Tag bricht nicht mehr zusammen.
Du erzählst von der Beziehung, ohne innerlich sofort wieder mitten darin zu sein.
Oder du stellst plötzlich fest:
Ich habe gestern überhaupt nicht an ihn gedacht.
Heilung macht nicht immer Lärm.
Manchmal merkst du erst im Rückblick, wie weit du bereits gekommen bist.
Für wen ist „Ganz bei mir: Wege aus dem Trennungsschmerz“ geeignet?
Mein Hörbuch richtet sich an Frauen, die eine Trennung verarbeiten und wieder stärker zu sich selbst finden möchten.
Vielleicht möchtest du:
- Trennungsschmerz überwinden,
- Liebeskummer verarbeiten,
- deinen Expartner loslassen,
- dein Selbstwertgefühl nach der Trennung stärken,
- Schuldgefühle und Selbstzweifel reduzieren,
- emotionale Abhängigkeit besser verstehen,
- wieder Vertrauen in dich selbst entwickeln,
- nach Enttäuschungen erneut Vertrauen in Beziehungen finden,
- oder einen persönlichen Neuanfang nach der Trennung wagen.
Vielleicht bist du gerade erst am Anfang.
Vielleicht sind schon Monate vergangen.
Beides ist okay.
Ganz bei mir – vielleicht ist genau das jetzt dein Weg
Eine Trennung verändert etwas.
Manchmal mehr, als wir möchten.
Aber sie muss nicht nur das Ende einer Geschichte sein.
Sie kann irgendwann auch der Moment werden, an dem du dich selbst wieder ein wenig besser kennenlernst.
Nicht sofort.
Bitte setz dich nicht unter Druck.
Du darfst traurig sein.
Du darfst wütend sein.
Du darfst jemanden vermissen.
Und du darfst gleichzeitig langsam anfangen, dein eigenes Leben wieder mit Dingen zu füllen, die nichts mit diesem Menschen zu tun haben.
Genau dabei möchte dich mein Hörbuch „Ganz bei mir: Wege aus dem Trennungsschmerz – Selbstwertgefühl steigern und nach der Trennung Vertrauen finden“ von Miranda Frei begleiten.
Vielleicht geht es nach einer Trennung nämlich nicht darum, möglichst schnell wieder die Alte zu werden.
Vielleicht wirst du das auch gar nicht.
Du hast etwas erlebt.
Du hast geliebt.
Du wurdest vielleicht verletzt.
Du hast etwas gelernt.
Und irgendwann schaust du nicht mehr nur zurück auf das, was du verloren hast.
Du schaust nach vorn auf das, was noch kommen kann.
Bis dahin darfst du dir Zeit geben.
Einen Tag nach dem anderen.
Einen Schritt nach dem anderen.
Und wenn du gerade das Gefühl hast, dass mit dieser Beziehung ein Teil deines Lebens verschwunden ist, möchte ich dir einen Gedanken dalassen:
Du hast einen Menschen oder eine Beziehung verloren.
Aber du hast dich nicht verloren.
Vielleicht musst du dich gerade nur wiederfinden. 💛
„Ganz bei mir: Wege aus dem Trennungsschmerz“ von Miranda Frei ist als Hörbuch erhältlich, unter anderem bei Apple Books.
Alles Liebe
Miranda Frei



