Es gibt Abschiede, nach denen die Welt einfach weiterläuft.
Die Sonne geht morgens auf.
Menschen gehen zur Arbeit.
Autos fahren durch die Straßen.
Irgendwo lacht jemand.
Im Supermarkt stehen Menschen vor dem Regal und überlegen, was sie zum Abendessen kaufen.
Alles scheint vollkommen normal zu sein.
Nur für dich ist nichts mehr normal.
Ein Mensch fehlt.
Und plötzlich gibt es dieses Leben davor.
Und das Leben danach.
Genau darum geht es in meinem Hörbuch:
„Dein Weg aus der Trauer – für starke Frauen“
Abschied nehmen, Verlust verarbeiten und neu anfangen
Es ist ein Hörbuch über Trauer.
Aber vor allem ist es ein Hörbuch über das Weiterleben.
Niemand kann dir sagen, wie lange du trauern darfst
Ich finde den Ausdruck „Trauer überwinden“ manchmal schwierig.
Als wäre Trauer ein Hindernis, über das wir irgendwann erfolgreich hinüberklettern.
Geschafft.
Weiter geht’s.
So funktioniert es meistens nicht.
Trauer hat keinen Stundenplan.
Keine vorgeschriebene Reihenfolge.
Und schon gar kein Ablaufdatum.
Vielleicht gibt es Tage, an denen du denkst:
Heute geht es mir besser.
Und am nächsten Morgen reicht ein Lied.
Ein Geruch.
Ein Foto.
Ein vertrauter Ort.
Oder ein Satz, den jemand sagt.
Und plötzlich ist alles wieder da.
Das bedeutet nicht, dass du einen Rückschritt gemacht hast.
Es bedeutet nur, dass dieser Mensch oder diese Zeit für dich wichtig war.
„Du musst jetzt stark sein.“
Wie oft hören Frauen diesen Satz?
Besonders dann, wenn andere Menschen ebenfalls leiden.
Du musst stark sein für die Kinder.
Für deine Familie.
Für deinen Partner.
Für deine Eltern.
Für alle anderen.
Aber wer ist eigentlich stark für dich?
Ich möchte dir deshalb etwas anderes sagen:
Du musst nicht immer stark sein.
Du darfst weinen.
Du darfst wütend sein.
Du darfst erschöpft sein.
Du darfst morgens aufwachen und keine Lust auf diesen Tag haben.
Und du darfst einen Menschen vermissen, obwohl alle anderen längst wieder zur Tagesordnung übergegangen sind.
Stärke bedeutet nicht, keine Trauer zu zeigen.
Manchmal ist es unglaublich mutig, sie überhaupt zuzulassen.
Trauer sieht bei jedem Menschen anders aus
Es gibt Menschen, die viel weinen.
Andere werden still.
Manche möchten ständig über den verstorbenen Menschen sprechen.
Andere können seinen Namen zunächst kaum aussprechen.
Manche brauchen Gesellschaft.
Andere möchten alleine sein.
Und manchmal ändert sich das sogar von Tag zu Tag.
Es gibt keine perfekte Art, zu trauern.
Du musst niemandem beweisen, wie wichtig dir ein Mensch war.
Auch nicht durch die Intensität deiner Trauer.
Deine Beziehung zu diesem Menschen war einzigartig.
Deshalb darf auch dein Abschied einzigartig sein.
Die kleinen Dinge fehlen manchmal am meisten
Natürlich vermissen wir einen Menschen als Ganzes.
Aber oft sind es irgendwann die unscheinbaren Dinge, die plötzlich wehtun.
Eine Stimme aus dem Nebenzimmer.
Eine bestimmte Art zu lachen.
Die Nachricht am Morgen.
Ein gemeinsamer Kaffee.
Ein Satz, den dieser Mensch immer gesagt hat.
Vielleicht sogar etwas, das dich früher manchmal genervt hat.
Und plötzlich würdest du unglaublich viel dafür geben, genau das noch einmal zu erleben.
Liebe steckt eben nicht nur in den großen Augenblicken.
Sie lebt vor allem in den Tausenden kleinen Momenten, die wir miteinander geteilt haben.
Vielleicht schmerzt ihr Fehlen deshalb so sehr.
Abschied nehmen bedeutet nicht, vergessen
Dieser Gedanke ist mir besonders wichtig.
Manchmal haben Menschen Angst davor, wieder glücklich zu werden.
Fast so, als würden sie den Menschen verraten, den sie verloren haben.
Darf ich lachen?
Darf ich verreisen?
Darf ich mich verlieben?
Darf ich einen wunderschönen Tag haben, obwohl dieser Mensch nicht mehr hier ist?
Ja.
Du darfst.
Weiterleben bedeutet nicht, vergessen.
Die Erinnerungen verschwinden nicht, nur weil du wieder Freude empfindest.
Ein Mensch kann Teil deiner Geschichte bleiben, auch wenn du beginnst, neue Kapitel zu schreiben.
Vielleicht ist genau das eine der schwierigsten Aufgaben der Trauer:
Nicht den Menschen loszulassen.
Sondern langsam den Gedanken loszulassen, dass das Leben wieder so werden muss wie vorher.
Denn vielleicht wird es das nicht.
Vielleicht entsteht etwas Neues.
Irgendwann kommt wieder ein guter Tag
Vielleicht bemerkst du ihn zunächst gar nicht.
Du stehst morgens auf.
Machst Kaffee.
Gehst hinaus.
Und irgendwann am Nachmittag stellst du fest:
Ich habe heute gelacht.
Vielleicht fühlt sich das sogar kurz falsch an.
Aber es ist nicht falsch.
Es ist Leben.
Und irgendwann werden aus einzelnen guten Minuten vielleicht wieder gute Stunden.
Aus guten Stunden werden gute Tage.
Nicht jeden Tag.
Nicht sofort.
Aber langsam.
Du wirst den Menschen weiterhin vermissen.
Nur verändert sich vielleicht die Art, wie du ihn vermisst.
Der Schmerz nimmt nicht mehr jeden Zentimeter des Raumes ein.
Neben ihm entsteht wieder Platz.
Für andere Menschen.
Für neue Erfahrungen.
Für Pläne.
Für Freude.
Für dich.
Neu anfangen heißt nicht, bei null anfangen
Nach einem großen Verlust fühlt sich das Leben manchmal an, als müsste man ganz von vorn beginnen.
Aber du beginnst nicht bei null.
Du nimmst etwas mit.
Erinnerungen.
Erfahrungen.
Liebe.
Gemeinsame Jahre.
Gespräche.
Vielleicht auch Dinge, die dieser Mensch dir beigebracht hat.
All das gehört weiterhin zu dir.
Ein Neuanfang löscht die Vergangenheit nicht.
Er baut auf ihr auf.
Und irgendwann darfst du dich wieder fragen:
Was möchte ich mit meinem Leben machen?
Was möchte ich noch erleben?
Worauf möchte ich mich wieder freuen?
Am Anfang fühlt sich vielleicht schon diese Frage unmöglich an.
Dann lass dir Zeit.
Du musst deinen Weg nicht alleine gehen
Auch starke Menschen brauchen andere Menschen.
Sprich mit jemandem.
Mit deiner Familie.
Mit einer Freundin.
Mit einem Menschen, der einfach zuhören kann, ohne sofort Lösungen anzubieten.
Und wenn deine Trauer dich dauerhaft überwältigt oder du merkst, dass du alleine keinen Weg mehr findest, darfst du dir professionelle Unterstützung holen.
Das ist kein Scheitern.
Du musst nicht alles alleine tragen.
Vielleicht geht es gar nicht darum, die Trauer hinter dir zu lassen
Vielleicht geht es darum, irgendwann mit ihr weiterzugehen.
Sie wird ein Teil deiner Geschichte.
Aber sie muss nicht deine ganze Geschichte bleiben.
Mein Hörbuch „Dein Weg aus der Trauer – für starke Frauen“ möchte dich ein Stück auf diesem Weg begleiten.
Beim Abschiednehmen.
Beim Erinnern.
An den schweren Tagen.
Und irgendwann vielleicht auch bei den ersten vorsichtigen Schritten in etwas Neues.
Ohne Zeitdruck.
Ohne die Erwartung, endlich wieder „die Alte“ sein zu müssen.
Vielleicht wirst du gar nicht mehr genau die Frau, die du vorher warst.
Vielleicht verändert uns ein großer Verlust.
Aber auch diese neue Frau darf irgendwann wieder lachen.
Sie darf lieben.
Sie darf Pläne machen.
Sie darf neugierig werden.
Und sie darf sich wieder auf das Leben freuen.
„Dein Weg aus der Trauer – für starke Frauen“ von Miranda Frei ist jetzt als Hörbuch erhältlich, unter anderem bei Apple Books.
Falls du dieses Hörbuch gerade brauchst, wünsche ich dir vor allem eines:
Sei geduldig mit dir.
Du musst heute bis jetzt nicht wissen, wie dein neues Leben aussehen wird.
Für heute reicht vielleicht einfach:
Ein weiterer Schritt.
💛
Alles Liebe
Miranda Frei



